Alle Jahre wieder: Unsere Generalversammlung

Unsere erste Generalversammlung hat 2014 stattgefunden und nun kündigt sich schon unsere neunte an. Wir blicken zurück auf eine schwierige Zeit und Umbrüche, und voraus auf positive Veränderung, Fokus und Chancen. Denn mit unserer neuen Raumaufteilung brauchen wir neue Ideen … Alles Themen, die wir auf der GV besprechen. Die Generalversammlung ist unser wichtigstes Gremium, denn hier hat jedes Mitglied eine Stimme, wichtige Entscheidungen werden getroffen, die Wahlen für die Gremien finden hier statt – doch vor allem treffen wir uns um Ideen zu entwickeln und über Konzepte nachzudenken. Durch Corona ist die Generalversammlung dieses Jahr in den November gerückt: Sie findet am 13. November 2021 um 18:00 Uhr im Polyester statt.

Danach werden wir gemeinsam feiern und freuen uns, dass sich dafür die Band „Flaming Moe“ angekündigt hat.

Die Einladung zur GV mit der Tagesordnung erhalten alle unsere 882 Mitglieder Ende des Monats per Mail. Da wir davon ausgehen noch keine Lockerungen der aktuellen Einschränkungen zu haben, wird die 3G-Regel auch für diese Veranstaltung gelten. Bitte meldet eure Teilnahme an der Veranstaltung rechtzeitig an.

Wir wurden mehrfach um Stellungnahme gebeten…

Corona-Zeiten sind schwierige Zeiten für alle und haben die Gesellschaft gespalten: Impfbefürworter*innen, Impfgegner*innen, Impfkritiker*innen, Maßnahmengegner*innen, Maßnahmenbefürworter*innen, Allergiker*innen und Vorerkrankte usw. Ihr könnt Euch vorstellen, dass auch in unserer Genossenschaft mit über 870 Mitglieder*innen die Meinungen zum Thema vielfältig sind. Nun hat sich unsere Polygenos viel vorgenommen und in diesem Zusammenhang möchten wir erneut an unser Selbstverständnis erinnern, dass wir 2018 formuliert haben:

Solange unsere Gesellschaft von wirtschaftlichem Denken bestimmt wird und dadurch Klima, Umwelt, soziale Gerechtigkeit und Frieden bedroht sind, solange immer mehr Lebensbereiche kommerzialisiert werden, menschliche Beziehungen unter Vereinsamung leiden und Minderheiten ausgegrenzt werden können, versteht sich Polygenos als ein Resonanzboden für alternative Kultur, Gemeinschaftlichkeit und diskriminierungsfreie und pluralistische Kommunikation, als ein Ort alternativen Lebens, der Experimentierfreude von gelebter Solidarität und sozialen Ausgleich, kurz als Raum gemeinsamen sinnvollen Tuns, was auch gemeinsames Feiern einschließt. Menschen haben hier Gelegenheit sich auf neue Weise jenseits des Mainstreams zu vernetzen, sich kreativ zu betätigen, mit den eigenen Vorstellungen über eine zukunftsfähige Gesellschaft auseinanderzusetzen und so zu einer neuen Stadtkultur beizutragen.

Angesichts dieser uns für Oldenburg wichtigen Aufgabe, könnt Ihr euch vorstellen, dass wir uns wegen dieser hoffentlich bald endenden Impfdebatte weder schwächen, noch auseinander dividieren lassen möchten. Wie wir aber leider feststellen mussten, gibt es in Oldenburg Einzelpersonen oder eine anonyme Gruppe, die mit diffamierenden Aussagen und menschenverachtenden Methoden jenseits der Legalität zum Ausdruck bringen, dass sie ein Problem mit unserem gelebtem Prinzip der Meinungsvielfalt, -freiheit und Transparenz haben. Zunächst wollten wir den anonymen Autor*innen der Blogs „AufAbstand“ und „Ferne Welten“ nicht zusätzliche Bedeutsamkeit geben und haben uns zurückgehalten. Nachdem aber unsere Antwortmail auf die Nachfrage, ob die Vorwürfe stimmen, auf dem Blog in verfälschender Weise zitiert wurde und wir von verschiedener Seite angesprochen worden sind, haben wir im Aufsichtsrat und Vorstand eine öffentliche Stellungnahme beschlossen:

An die Verfasser der Blogs „AufAbstand“ und „Ferne Welten“

1. Die gemeinnützige Polygenos Kulturräume eG distanziert sich von allen rechten, antisemitischen, demokratiefeindlichen oder anderweitig menschenverachtenden Positionen.

2. Die Polygenos fördert ein offenes Miteinander und den zwischenmenschlichen Dialog. Die Autor*innen der Blogs sind eingeladen, mit uns ins Gespräch zu gehen und vor allem aus der Anonymität hervortreten. Anonyme Schmähschriften widersprechen unseren Prinzipien, insbesondere dem der Transparenz. Wir erinnern die Autor*innen der Blogs daran, dass es in unserem Land vorgeschrieben ist, im Impressum Daten anzugeben, die erkennen lassen, wer oder welche Organisation hinter der jeweiligen Veröffentlichung steht. Wir halten das für ein sehr sinnvolles Gesetz, denn es schützt die Gesellschaft vor Hetze, Diffamierung und Beleidigungen und schafft eine wichtige Grundlage für den fairen medialen Umgang. Zudem widerspricht es unseren demokratischen Vorstellungen, wenn eine Webseite ohne Impressum Leute im Netz angreift, die sich nicht wehren können, weil diese Seite anonym agiert und den Angegriffenen somit nicht einmal das nach dem Telemediengesetz ihnen zustehende Recht der Gegendarstellung gewährt wird.

3. Unser Vorstandsmitglied Alexander Goretzki ist von der anonymen Webseite „AufAbstand“ und „Ferne Welten“ wegen seiner Kritik an Coronamaßnahmen angegriffen worden. Auch unsere Genossenschaft wurde in diesem Zusammenhang kritisiert, obwohl sie sich mit Alexanders Auffassungen nie identifiziert hatte. Gemeinsam haben wir klargestellt, dass Alexander hier nur seine private persönliche Meinung vertritt und sich nicht als Vorstandsmitglied der Polygenos positioniert. Wir betonen an dieser Stelle: Alexander Goretzki hat sich immer für eine offene, humane, diskriminierungsfreie Gesellschaft engagiert und sich gegen rechte und antisemitische Strömungen positioniert. Seine Kritik an der deutschen Corona-Politik steht in keinem Zusammenhang mit seiner Arbeit für die Genossenschaft Polygenos. Sie entspricht allein seiner persönlichen Auffassung und stützt sich auf das Recht der freien Meinungsäußerung.

Vorstand und Aufsichtsrat der Polygenos Kulturräume eG

Speakers‘ Corner: Wer trägt die Kosten der Corona-Krise?

Noch ist die Krise nicht bewältigt und wieder steigen die Infektionszahlen! Um andere Zahlen ging es letzten Donnerstag: Die Kosten der Krise werden bestimmt nicht die Gewinner der Krise tragen! Hans Henning Adler machte in seinem Impulsreferat deutlich, dass weder die 183 Superreichen dieser Erde, noch die eine Million Millionäre in Deutschland, sich beteiligen werden. Wieder werden die Kosten von der Allgemeinheit getragen und dafür sind auch in Oldenburg erste Anfänge zu erkennen – denkt man an den Ausbaustopp für die Medizin-Ausbildung. Auf Hennings Referat, folgte eine spannende Diskussion, die letztendlich im Schulterzucken endete, ob sich das nach den Wahlen ändern würde.

Nächste Veranstaltung:
Donnerstag, 29. Juli: PolyKultur – die Speakers‘ Corner! Michael Wenzel von www.verkehrswandel.de, Ort: Poly-Kommunikativ @Polyester-Klub, Am Stadtmuseum 15, Oldenburg. Eintritt frei. Masken- und Abstandregeln sind einzuhalten.

Speakers' Corner: Wer trägt die Kosten der Corona-Krise?

Speakers‘ Corner mit Susanne Grube zur A20

Mit der Veranstaltungsreihe „Speakers‘ Corner“ sind an den nächsten Donnerstagen verschiedene Menschen und Initiativen eingeladen, ihr Thema vorzustellen und gemeinsam mit uns und unseren Gästen zu diskutieren.

Den Auftakt machte Susanne Grube vom BUND Ammerland. Sie lieferte Fakten und Hintergründe zur A20 lieferte und referierte am 1. Juli zum Autobahnneubau, der aus der Zeit gefallen scheint: Das Vorhaben zwischen Westerstede und Bad Segeberg würde auf 200 Kilometer Länge über 4.000 Hektar Fläche beanspruchen, mehr als die Hälfte der geplanten Strecke verläuft durch Moorgebiete. Verschiedene nationale und europäische Schutzgebiete würden stark beeinträchtigt und gefährdet. Auch würden Lärm, Feinstäube und weitere Emissionen zu erheblichen Mehrbelastungen von Mensch und Natur führen. Die A20 würde die Klimakrise erheblich verschärfen. Laut Bundesverkehrswegeplan 2030 würde sie zu 50.000 Tonnen CO2 pro Jahr zusätzlich führen.

Susanne erklärte zudem, dass alleine durch den Bau der Autobahn erhebliche Mengen an CO2 freigesetzt werden, denn unberührte Moore sind die effektivsten Kohlenstoffspeicher aller Landlebensräume. Bundesweit werden so etwa 44 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente jährlich aus entwässerten Moorböden freigesetzt.

Gesprochen wurde auch darüber, wie man sich engagieren könne. Mit dem A20 Camp und dem Bündnis „Moor bleibt Moor“, dem der NABU, der BUND, Fridays for Future und Extinction Rebellion, Ende Gelände u.v.m. angehören wird der Protest immer lauter. Vor allem wäre es wichtig, wenn sich erst mal viele mit dem Thema befassen und auch die campact!-Online-Petition unterschreiben: Verkehrswende jetzt: Stoppt den Ausbau der A20!

Unter diesen Links erfahrt ihr mehr Hintergründe:

Am Donnerstag, den 8. Juli ab 18:00 Uhr im Polyester geht es um „Hosen runter bei der Energiewende! Wo stehen wir? Wo wollen wir hin?“ mit der Olegeno Oldenburger Energie-Genossenschaft eG.

Der Polygenos-Sommer

Gespräche, Party, Spaziergang, Plenum und mehr

Im Polygenos-Sommer werden wir zum ersten Mal unseren Kommunikationsraum im Polyester in Betrieb nehmen und im Sommer ein Alternativ-Programm anbieten:

PolyKultur – die Speakers‘ Corner!

Vom 1. Juli bis zum 26. August immer donnerstags werden im Rahmen einer „Speakers‘ Corner“ aktuelle Themen aus Politik und Kultur aufgegriffen und in ungewöhnlicher Form dargestellt. Ein spezieller Gast hält eine kurze Rede, die humorvoll, wissenschaftlich gehaltvoll, politisch oder provokant sein kann. Alle Besucher*innen sind eingeladen, darauf zu reagieren, sich auf beliebige Weise einzubringen oder einfach bei kühlen Getränken einen schönen Sommerabend zu genießen. Die Speakers‘ Corner findet bei schönem Wetter draußen statt, um Abstandsregeln einhalten zu können. Auch eine angemessen verteilte Bestuhlung ist hier vorgesehen. Mit vereinzelten Überraschungsgästen, die kleine musikalische oder andere künstlerische Einsprengsel beisteuern, kann ebenfalls zu rechnen sein.
Das Spektrum der Themenfelder reicht von Kunst über Politik bis zur Stadthistorie und Belangen einer nachhaltigen Entwicklung.
Für diese Donnerstage stehen die Themen bereits fest. Für alle weiteren Donnerstags-Termine schaue bitte hier auf unserer Homepage nach:

Einlass um 17:00 Uhr. Beginn 18:00 Uhr. Ort: Poly-Kommunikativ @Polyester-Klub, Am Stadtmuseum 15, Oldenburg. Eintritt frei.

Für Getränke und andere Erfrischungen gibt es einen reduzierten Verkauf u.a. aus den Automaten (Kleingeld nicht vergessen!). Es gelten am Veranstaltungstag die jeweils für Kneipen-und Barbetrieb geltenden Hygienemaßnahmen.

Stadtspaziergang/Plenum

Am 7. Juli wird unser Plenum mobil! Zunächst gibt es die Gelegenheit beim Polygenos-Stadtspaziergang zum Thema Stadtentwicklung und Leerstand mitzulaufen! Michael Hagemeister (Agentur Raum auf Zeit) und Hans-Henning Adler (Mitglied des Bauausschusses) führen durch die Innenstadt entlang interessanter Immobilien. Treffpunkt am Poly-Haus. Am Stadtmuseum 15, Oldenburg. Eintritt frei. Treffpunkt 17:30, Abmarsch 18:00 Uhr. Und wenn danach noch Fragen offen sind, besprechen wir sie ab 19:30 Uhr im Poly-Plenum!

… und außerdem?

Auch die Stadtpolitik plant Polygenos zu begleiten, nämlich mit einem Diskussionsabend, zu dem die OB-Kandidaten eingeladen werden, um sich Fragen zur Stadtentwicklung und -kultur stellen zu lassen.

In diesem Zusammenhang möchten wir euch die Initiative vor Oliver Vogel für ein nachhaltiges Oldenburg ans Herz legen. Alles weitere erfahrt Ihr hier: wuenschefueroldenburg.wordpress.com

Eine Party im August planen wir auch. Weitere Termine und Veranstaltungsformen werden zeitnah bekannt gegeben. Für beides haben wir noch keine Termine, aber wir arbeiten an der Realisierung! Hoffentlich klappt’s… Natürlich dienen sämtliche Events nebenbei auch dazu, alle Interessierten über Polygenos und diesbezügliche Mitwirkungsmöglichkeiten zu informieren.

Die Scharzseher und ihre Gemeinwohlökonomie

14 Jahre ist es her, dass Amon Thein die Schwarzseher GmbH gegründet hat und sich als erfolgreiches Medienunternehmen in Oldenburg etablieren konnte. Doch das heißt nicht, dass die Schwarzseher nicht mehr auch neue Wege gehen. Hier könnt ihr nun nachlesen, welche Richtung das Medienunternehmen unseres Hauses aktuell einschlägt und wie es mehr darüber zu erfahren gibt:

Mein Unternehmen Schwarzseher GmbH ist gerade 14 Jahre alt geworden. Schon lange haben wir uns Gedanken gemacht und im kleinen Dinge verändert – aber pünktlich zur Pubertät haben wir einen ganz konkreten Schritt gemacht, um uns selbst die Frage zu beantworten, zu welcher Form von Wirtschaft wir beitragen wollen. Wir sind seit Februar Oldenburgs erstes Gemeinwohl-Bilanziertes Unternehmen (und sogar die erste Filmproduktion der Welt). Da ist Grund zum Stolz – aber eigentlich eher Anlass zur Sorge für mich. In Bezug auf Klimawandel und soziale Gerechtigkeit ist das für unsere Stadt kein gutes Zeichen, dass es bisher nicht viel mehr Unternehmen gibt, die diesen Weg gehen und ihre Absichten und ihren Impact transparent machen. (Gute Nachricht allerdings: wir haben bereits jetzt mehrere Unternehmen und auch die Wirtschaftsberatung inspirieren können, sich mit dem Thema zu beschäftigen – siehe folgender Absatz.)

Wir als Schwarzseher haben nun wie erwähnt das Gemeinwohl-Netzwerk Oldenburg mit angestoßen, dass sich und die Gemeinwohlökonomie im Rahmen eines Vortrages am 29. April vorstellen wird: Eventbrite: Gemeinwohlorientiert wirtschaften – wie geht das?

Bereits 10 Unternehmen und StartUps sind in der Gruppe aktiv mit dabei – und auch die Wirtschaftsförderung Oldenburg. Unser Ziel: eine Gemeinwohl-Stadt Oldenburg.

Die Gemeinwohlökonomie steht insbesondere dafür, gerechte Lieferketten zu schaffen – aber auch vieles, vieles mehr. Mehr zu unserem Weg kannst Du in unserem Blogeintrag lesen: Warum wir Sinn über Profit stellen.

Liebe Grüße,
Amon

Umbau im Polyester

Damit die Räume des Polyesters künftig für noch mehr Veranstaltungen, Klubabende und Begegnungen öffnen kann, wird es erweitert: Die Bar wird abschließbar, die Behindertentoilette schöner, zusätzliches Licht installiert und dekoriert – auf diese Weise wandern die Aktivitäten im großen Kommunikationsraum im zweiten OG nach unten, und wir können mit der weiteren Festvermietung unser Raumangebot erweitern. Die zusätzlichen Einnahmen fangen die Corona-Kosten auf und zusätzlich können wir Kulturraum noch effektiver nutzen. Damit wird das Polyester auch für zusätzliche Gruppen nutzbar. Wie die Modalitäten sind erfahrt ihr spätestens, wenn unser unvergleichlicher Klub nach dem Lockdown wieder öffnen darf.

gefördert durch: Oldenburgische Landschaft mit Mitteln des Landes Niedersachsen auf Beschluss des Niedersächsischen LandtagesUnd was das schönste bei dem Umbau ist: Der Polygenos entstehen nur geringe Kosten. Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Oldenburgische Landschaft haben auf Beschluss des Niedersächsischen Landtages uns über das Förderprogramm für kleine Kultureinrichtungen einen Zuschuss von 3800,– Euro bewilligt und die stellen den Großteil der Kosten dar. Einige Genoss*nnen haben noch etwas gespendet und etwas steuert noch die Genossenschaft mit bei.

Der Polygenos-Jahresrückblick 2020

Das Jahr neigt sich dem Ende. Ein außergewöhnliches Jahr – nicht unbedingt nur im positiven Sinne. Die Corona-Krise hat uns fest im Griff und mittlerweile sind wir im zweiten „Lockdown“. Die gesamte Kulturszene liegt am Boden und bestürzt haben wir viele der Menschen, mit denen wir uns verbunden fühlen, Musiker*innen, Künstler*innen, Kreative, Freiberufler*innen um ihre Existenz und gegen den Frust des Nichtstunkönnens kämpfen sehen und ein Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht in Sicht.

Aber es gab auch ein paar schöne Momente und Aktionen, an denen wir teilhaben konnten.

Der Polygenos-Jahresrückblick 2020 weiterlesen

Polygenos wird gemeinnützig!

Es ist entschieden, unsere achte Generalversammlung hat gestern im GLOBE mit großer Mehrheit für die Gemeinnützigkeit gestimmt. Ein langer Weg kontroverser Diskussion und intensiver Meinungsbildung liegt hinter uns, der auch in der Versammlung noch einmal in seiner Breite deutlich wurde. Nun steht am Ende des Entscheidungsprozesses über die Gemeinnützigkeit die Überzeugung, dass dieses „Poly-Haus“ nie vorrangig ein gewinnorientierter Immobilienbetrieb war – es war und ist ein offener, alternativer Kulturraum, ermöglicht durch Bürgerengagement. Und gerade die aktuellen Sorgen der Kunst-und Kulturschaffenden, denen nicht nur Auftrittsmöglichkeiten und Clubveranstaltungen fehlen, sondern denen nur unzureichende Hilfen zuteilwerden, zeigen eines: Es braucht Einrichtungen, die diesen Akteuren neue Möglichkeiten eröffnen.

Wir wollen den frischen Wind, die Chancen der Gemeinnützigkeit nutzen, um künstlerische Aktivitäten im und rund um das Poly-Haus zu unterstützen. Die dafür notwendigerweise komplett überarbeitete Satzung wurde mit 83% Zustimmung angenommen. Die Satzung kann frühestens ab 01.01.2021 in Kraft treten, da sie nun erneut durch das Finanzamt geprüft wird. Auch das Registergericht muss die Satzung genehmigen.

Außerdem wurde auf der Generalversammlung unser Vorstand in unveränderter Besetzung wiedergewählt, er besteht aus Bernd Becker, Alexander Goretzki, Karola Katzer und Sabine Molitor. Im Aufsichtsrat wurden Hans-Henning Adler, Nicole Gast, Martina Kerkhoff, Niko Paech und Siegfried Snakker wiedergewählt. Neu hinein gewählt wurden Martina Kerkhoff und Uta Streckfuß, während sich Thorsten Duhn aus dem Gremium zurückgezogen hat (ohne sein Engagement für das Poly-Haus aufzugeben).